Wichtige Infos über 3D-Druck
Willkommen bei PrintMate3D.
Hier findest du einige grundlegende Hinweise zum FDM-3D-Druck, damit dein Auftrag möglichst gute Ergebnisse liefert und schnell von Makern angenommen wird.
Wenn du dich ausführlicher über 3D-Druck informieren möchtest, empfehlen wir insbesondere:
Wie funktioniert FDM-3D-Druck?
Beim FDM-Verfahren wird geschmolzener Kunststoff Schicht für Schicht aufgebaut. Dadurch entstehen die typischen sichtbaren Layerlinien auf der Oberfläche. Kleine optische Abweichungen oder minimale Maßtoleranzen sind bei diesem Verfahren normal.
Die Qualität eines Drucks hängt unter anderem ab von:
- Material
- Druckeinstellungen
- Konstruktion des Bauteils
- Erfahrung des Makers
- Zustand und Kalibrierung des Druckers
Überhänge vermeiden
Überhänge sind einer der häufigsten Gründe für schlechte Druckqualität. Ein Überhang entsteht, wenn Material praktisch „in die Luft" gedruckt werden müsste. Überhänge über ca. 45° benötigen häufig sogenannte Supports (Stützstrukturen).
Viele Supports bedeuten oft:
- längere Druckzeit
- höhere Kosten
- schlechtere Oberflächen
- mehr Nachbearbeitung
- geringere Attraktivität für Maker
Falls möglich:
- schräge statt waagerechte Flächen verwenden
- große frei schwebende Bereiche vermeiden
- Bauteile einfacher gestalten
Supports
Supports sind temporäre Stützstrukturen, die während des Drucks mitgedruckt und danach entfernt werden. Sie machen schwierige Geometrien zwar druckbar, verschlechtern aber häufig die Oberfläche und erhöhen Materialverbrauch sowie Druckdauer. Bauteile mit wenig oder keinen Supports sind meist günstiger und qualitativ besser.
Layer Height / Qualitätsstufen
Die Layer Height beschreibt die Dicke einer einzelnen Druckschicht. Typische Werte:
- 0,28 mm → schneller Druck, eher grobe Oberfläche
- 0,20 mm → Standardqualität
- 0,12 mm → feine Oberfläche
- 0,08 mm → sehr feine Details, lange Druckzeit
Kleinere Layer Height bedeutet meist: bessere Oberfläche, feinere Details, längere Druckzeit, höhere Kosten. Für viele Funktionsteile ist 0,20 mm bereits völlig ausreichend.
Infill (innere Füllung)
3D-Druckteile sind innen häufig nicht massiv. Der sogenannte Infill beschreibt die innere Füllstruktur. Typische Werte:
- 10–15 % → dekorative Teile
- 20 % → Standard
- 40 %+ → stabile Funktionsteile
Mehr Infill bedeutet: höhere Stabilität, höheres Gewicht, längere Druckzeit, höhere Kosten. 100 % Infill ist nur selten sinnvoll.
Materialien
- PLA: einfach druckbar, gute Oberfläche, günstig, eher spröde und hitzeempfindlich
- PETG: robuster, temperaturbeständiger, gut für Funktionsteile
- TPU: flexibel und gummiartig, nicht von jedem Drucker problemlos druckbar
Was macht einen Auftrag attraktiv?
Maker nehmen bevorzugt Aufträge an, die:
- gut druckbar sind
- wenig Supports benötigen
- realistische Toleranzen haben
- keine extrem langen Druckzeiten verursachen
- technisch sinnvoll konstruiert sind
Besonders schwierig sind häufig:
- sehr große Teile
- extrem feine Details
- viele Überhänge
- sehr dünne Wände
- komplizierte Mehrteilkonstruktionen
Sicherheitshinweis
Die über PrintMate3D gefertigten Teile sind grundsätzlich nicht für sicherheitskritische Anwendungen geeignet. Insbesondere nicht für:
- Fahrzeuge
- Medizinprodukte
- tragende Bauteile
- Druckbehälter
- Schutzvorrichtungen
- elektrische Hochlastanwendungen
3D-Druckteile können unerwartet versagen.
Wichtig zu wissen
PrintMate3D ist ausschließlich Vermittlungsplattform. Der Druckauftrag wird direkt zwischen Auftraggeber und Maker abgeschlossen. Kleine optische oder technische Abweichungen sind beim FDM-3D-Druck normal und verfahrensbedingt.
Stand: 08.05.2026